Meine Spezialgebiete und Tätigkeitsschwerpunkte

Als Experte für Herzrhythmusstörungen umfassen meine Tätigkeitsschwerpunkte sowohl die invasive Elektrophysiologie (Katheterablation mittels Hochfrequenzstrom) als auch die Diagnostik (u.a. Echokardiographie) und Therapieplanung bei Patienten mit einer Indikation für komplexe Schrittmacher-und Defibrillatorsysteme.

Seit März 2016 biete ich auch den interventionellen Verschluss des linken Herzohrs (LAA-Verschluss) zur Schlaganfallprophylaxe an.

Elektrophysiologie, insbesondere Ablation von Vorhofflimmern

Die elektrophysiologische Untersuchung (EPU) ist eine spezielle Herzkatheteruntersuchung bei Patientinnen und Patienten mit Herzrhythmusstörungen.

Ziel der elektrophysiologischen Untersuchung ist es, die Art und den Mechanismus von Herzrhythmusstörungen festzustellen und nach Möglichkeit auch eine Therapie durchzuführen. Eine einfache Untersuchung dauert etwa ein bis zwei Stunden, bei komplexen Fällen aber auch deutlich länger.

Zumeist nach nur örtlicher Betäubung werden zumindest drei, häufig aber auch mehr dünne Elektrodenkatheter über die Leistenvenen unter Röntgendurchleuchtung in das rechte Herz eingeführt. Dieser Vorgang ist kaum spürbar. Bei Herzrhythmusstörungen, die ihren Ursprung in der linken Herzhälfte haben, gelangt man entweder über die Leistenarterie und die Körperhauptschlagader in das Herz, oder aber über eine Punktion des Vorhofseptums, der Trennwand zwischen den beiden Vorkammern des Herzens.

Neben der klassischen Untersuchungsmethode gibt es auch die Möglichkeit mittels spezieller, computergestützter Systeme ein dreidimensionales Bild der Herzhöhle und des elektrischen Erregungsablaufes zu erzeugen. Vorteil dieser Methode ist die geringere Notwendigkeit von Röntgenstrahlen sowie das Verstehen komplexer Rhythmusstörungen. Das ist zum Beispiel für die Therapie des Vorhofflimmerns wichtig.
Nach Diagnosestellung der Herzrhythmusstörung kann ich weitere Vorschläge zur Therapie geben und in vielen Fällen in der gleichen Untersuchung eine Verödung des erkrankten Bereichs mit Hochfrequenzstrom (Katheterablation) durchführen.

Seit 2005 beschäftige ich mich intensiv mit elektrophysiologischen Untersuchungen, im Speziellen mit der Ablationstherapie von Vorhofflimmern.
Im Krankenhaus der Elisabethinen in Linz, einem der führenden Zentren für Elektrophysiologische Untersuchungen, konnte ich unter der Leitung von Doz. Dr. Helmut Pürerfellner eine mehrjährige umfassende Ausbildung absolvieren.

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CRT – Kardiale Resynchronisationstherapie (Cardiac Resynchronisation Therapy)

Besteht eine schwere Herzschwäche trotz optimaler medikamentöser Behandlung bei gleichzeitig verzögerter Erregungsausbreitung am Herzen, erkennbar im EKG, dann kann ein spezieller Herzschrittmacher die Pumpfunktion des Herzmuskels verbessern. Diese Form der Schrittmachertherapie wird Kardiale Resynchronisationstherapie (Abkürzung: CRT für engl. Cardiac Resynchronisation Therapy) genannt. Durch die Verbesserung der Pumpfunktion kann insbesondere in Kombination mit einem implantierbaren Kardioverter-Defibrilator (ICD), einem Schrittmacher mit Defibrilatorfunktion, eine Verbesserung der körperlichen Belastbarkeit und der Lebensqualität erreicht sowie die Lebenserwartung der behandelten Patientinnen und Patienten verlängert werden.

Seit 2003 biete ich Echokardiographische Evaluierungen und Follow-up-Optimierungen nach erfolgter CRT-Implantation im Krankenhaus Hietzing in Wien an. Das CRT-Programm leite ich formal seit 2009. Derzeit werden im Krankenhaus Hietzing zwischen 70 und 80 Patientinnen und Patienten jährlich neu evaluiert, vorbereitet und implantiert.

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Interventioneller Verschluss des linken Herzohrs (LAA-Verschluss)

Platzierung eines Schirmchens im linken Herzohr zur Schlaganfallprophylaxe bei Vorhofflimmern sofern eine Kontraindikation und/oder ein hohes Risiko einer dauerhaften Antikoagulationstherapie besteht.
Ziel: Vermeidung von Schlaganfällen.

 

Echokardiografie

Echokardiografie nennt man die Untersuchung des Herzens mittels Ultraschall. Die Echokardiografie ist eine der wichtigsten technischen nicht-invasiven Untersuchungsmethoden des Herzens und mittlerweile unverzichtbarer Bestandteil der kardiologischen Diagnostik.

TTE – Transthorakale Echokardiografie

Beim TTE wird das Herz durch Ansetzen des Ultraschallkopfes an mehreren Stellen des Brustkorbs untersucht. Mit dem Kurzwort "Echo" ist in der Regel die transthorakale Echokardiografie gemeint

TEE – Transösophageale Echokardiografie

Seltener notwendig ist diese Ultraschalluntersuchung von der Speiseröhre aus. Dafür muss die Patientin/der Patient einen Schlauch mit der Ultraschallsonde am Ende dieses Schlauches schlucken (daher auch der Kurzname „Schluckecho“). Diese Methode liefert eine bessere Darstellung bestimmter Teile des Herzens. Da das Herz und die Speiseröhre, in der sich beim TEE der Schallkopf befindet, sehr nahe beieinander liegen, können Herzfehler mit dieser Methode genauer diagnostiziert werden als bei der TTE, der Transthorakale Echokardiografie.

Mit der Echokardiografie beschäftige ich mich seit Beginn meiner Tätigkeit als Arzt im Krankenhaus der Elisabethinen in Linz. Seither führe ich jährlich mehr als 1.000 TTE- und etwa 100 TEE- Untersuchungen durch.

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